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Seit April 2016 wird die Beratungsstelle NADESCHDA durch die Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration aus dem Bundesprogramm „Empowerment von Flüchtlingsfrauen“ unterstützt. Zunächst war es eine Förderung bis zum Jahresende 2016. Der Projektantrag 2017 wurde ebenfalls bewilligt.

Aufbauend auf den Kontakten, die durch das ISOM-Projekt entstanden sind, konnte durch diese Förderung eine wöchentliche Sprechstunde in der Erstaufnahmeeinrichtung des Landes NRW für Flüchtlinge in Bielefeld eingerichtet werden. Für die Laufzeit des Projektes konnte eine zusätzliche Sozialarbeiterin bei NADESCHDA eingestellt werden. Sie unterstützt das Team bei der Umsetzung der Projektziele.

Während des 1. Projektjahres wurde in der EAE in Bielefeld eine wöchentliche Sprechstunde durch die Fachberatungsstelle NADESCHDA etabliert. Außerdem beteiligt sich die Mitarbeiterin an der wöchentlichen Vorstellung aller Beratungsangebote in der EAE. Seit November gibt es außerdem ein niedrigschwelliges Beratungsangebot in Form eines Frauen-Cafés in den Räumen der EAE, an dem die Projektmitarbeiterinnen der Beratungsstelle Nadeschda maßgeblich beteiligt sind. Dadurch sind die Mitarbeiterinnen der Beratungsstelle NADESCHDA an 2 bis 3 Tagen wöchentlich in der EAE.
Für Frauen (und ihre Kinder), die besonders bedroht und/oder traumatisiert sind, ist es notwendig, vorübergehende Schutzwohnungen sowie eine ambulante Betreuung anzubieten, damit sie und ihre Kinder innerhalb des Schutzraumes persönlich zur Ruhe kommen können, sich psychisch stabilisieren und ihre weiteren Lebensschritte planen können.

Zusätzlich steht im 2. Projektjahr eine erfahrene Psychologin mit einem Stellenanteil von 5 Wochenstunden für die psychologische Krisenintervention der Klientinnen der Beratungsstelle NADESCHDA zur Verfügung. Obwohl es in NRW inzwischen 14 psychosoziale Zentren für Geflüchtete gibt, von denen zwei im Einzugsbereich der Beratungsstelle NADESCHDA liegen, ist häufig eine kurzfristige Krisenintervention nötig, um eine stationäre Behandlung zu vermeiden.
Schon im 1. Projektjahr ist eine Fortbildungsveranstaltung konzipiert und in Zusammenarbeit mit der Bezirksregierung durchgeführt worden. Im zweiten Projektjahr sollen weitere Fortbildungsangebote für Mitarbeitende in den Landesunterkünften, für Wachdienste und andere angeboten werden. Der Bedarf ist groß.

Mehrsprachiges Infomaterial über die Hilfen für Opfer von Menschenhandel auf dem Asylweg in NRW ist im Rahmen des Projektes in einer hohen Auflage produziert worden und über die spezialisierten Beratungsstellen für Opfer von Menschenhandel in ganz NRW an die Flüchtlingshilfe weitergeleitet worden, damit die Zielgruppe in den Aufnahmeeinrichtungen und Kommunen flächendeckend die Chance auf Information hat. Die Adressen aller spezialisierten Beratungsstellen für Opfer von Menschenhandel in NRW werden auf dieser Broschüre veröffentlicht.

Mit Hilfe des Projektes kann ein notwendiger Ausbau der Arbeit der Beratungsstelle NADESCHDA angesichts der hohen Flüchtlingszahlen im Einzugsbereich der Beratungsstelle und der zahlreichen von Menschenhandel betroffenen Frauen und ihrer Kinder verstetigt werden. Die bisherigen personellen und finanziellen Kapazitäten der Beratungsstelle Nadeschda reichen für die in den vergangenen Jahren zu beobachtenden steigenden Zahlen von Opfer von Menschenhandel, die auf dem Asylweg nach Deutschland gekommen sind, nicht aus. Weibliche Flüchtlinge sind nicht nur auf dem Asylweg sondern auch in Deutschland gefährdet, Opfer von Menschenhandel und sexueller Ausbeutung zu werden. Der Ausbau von Aufklärung, Schutz und psychosozialer Begleitung ist nur mit zusätzlichem Personal und Sachmitteln möglich.

 

Nadeschda
Frauenberatungsstelle für Opfer von Menschenhandel
Bielefelder Straße 25
32051 Herford
Tel.: 05221 840200
Fax: 05221 840201
e-Mail: info@nadeschda-owl.de
Internet: www.nadeschda-owl.de