2009 Übernahme der Trägerschaft des Evangelischen Alten- und Pflegeheimes, HAUS PHÖBE, in Warburg-Rimbeck, ein Haus für 75 Menschen.

2007 Altenpflege-Ausbildung ausgeweitet: Fachseminar für Altenpflege in Hamm in Trägerschaft übernommen. Damit weitet der Landesverband die Ausbildung aus auf insgesamt 5 Vollzeitkurse für 85 Schülerinnen und Schüler an zwei Standorten (Soest und Hamm).
Im Ort Wengern richtet der Landesverband einen TREFF ein, ein Kontakt- und Begegnungszentrum für Menschen mit und ohne Behinderungen.

2006 100 jähriges Bestehen der Evangelischen Frauenhilfe in Westfalen e.V. gefeiert. Großveranstaltung am 20. Mai 2006 in den Westfalenhallen in Dortmund mit 7.250 Gästen.

2005 Rückgabe der Werks-Anerkennung für die Familienbildung; die Familienbildung bleibt fester Bestandteil der Bildungsarbeit des Landesverbandes.
Rückgabe der Anerkennung des Fachseminars für Familienpflege, da seit Jahren keine Nachfrage nach der Ausbildung vorhanden ist.
Schließung des Märkischen Instituts für Rehabilitation in Plettenberg zum 31.12.2005.

2003 Schließung des Mutter-Kind-Kurhauses in Burbach zum 01.01.2003 (Vermietung des Hauses). Somit kein Müttergenesungshaus mehr in Betrieb.

2002 Einstellung der Müttergenesungsarbeit in Bad Driburg zum 01.01.2002; Nutzung als Tagungs- und Freizeitenhaus.

2000 Errichtung von NAOMI, ambulanter Dienst für Menschen mit Behinderungen im Ennepe-Ruhr-Kreis.

1999 Gründung der „Prozessbegleitgruppe Nadeschda“. Etwa 20 ehrenamtliche Frauen aus Ostwestfalen versuchen, den Opferzeuginnen im Gerichtssaal den Rücken zu stärken.

1998 Ausweitung des Wohnangebotes: Eröffnung von "Haus Wegwende" in Werdohl als Wohnheim für Menschen mit psychischen Behinderungen.

1997 Errichtung der Beratungsstelle für Opfer von Menschenhandel in Ostwestfalen-Lippe, "Nadeschda", in Herford.
Start der Beteiligung in der "Kampagne für Saubere Kleidung", Mitglied im TrägerInnenkreis (bis 2004).
Erste EDV-Kurse „von Frauen für Frauen“ vom Landesverband angeboten.

1995 Schließung von Haus Isenburg.

1994 Start der Beteiligung in der Westfälischen Kampagne gegen Kinderprostitution und Menschenhandel.
Schließung der Berufsfachschule Gohfeld.
Umzug der Reha-Einrichtung "Märkisches Institut für Rehabilitation" nach Plettenberg.

1993 Veränderung des Wohnangebotes: Umwandlung von "Haus Wegwende" zur Rehabilitationseinrichtung für Menschen mit psychischen Erkrankungen ("Märkisches Institut für Rehabilitation").

1992 Anerkennung des Familienbildungswerks der Evangelischen Frauenhilfe in Westfalen e.V. als Weiterbildungseinrichtung.

1990 Errichtung der Westfälischen Arbeitsstelle "Ökumenische Dekade - Kirchen in Solidarität mit den Frauen" beim Landesverband (bis 1998).
Erste Begegnungs- und Verständigungstagung des Landesverbandes zwischen Frauen aus der Kirchenprovinz Sachsen und Westfalen, um die Tradition der engen Verbindung zwischen Frauen aus der DDR und BRD seit 1956 nun nach dem Wegfall der Mauer auf andere Füße zu stellen.
Intensivierung der Anti-Gewalt-Arbeit: Eröffnung des "Frauenhaus Soest".

1989 Ausweitung des Fachseminars Familienpflege durch Fachseminar Altenpflege.
Intensivierung der Arbeit mit Menschen mit Behinderungen: Ausweitung des Frauenheimes Wengern durch Werkstatt für Behinderte.
Eröffnung der "Selbsthilfe-Firma für gestaltende Arbeiten psychisch Kranker" (SIGA) in Werdohl.

1988 Ausweitung des Serviceangebotes für Mitglieder: Einrichtung des Materialdienstes und Service.

1987 Beginn der "Ambulanten Wiedereingliederungshilfe psychisch Kranker" (AWH) im Märkischen Kreis. Ausbau der 1984 begonnenen Arbeit.

1985 Schließung des Müttererholungsheimes in Laggenbeck.
Somit nur noch 2 Einrichtungen im Bereich Müttergenesung in Betrieb (Burbach, Bad Driburg).

1984 Aufnahme der stationären Altenarbeit:
Um- und Neubau des bisherigen Feierabendhauses der Schwesternschaft in Soest zu einem Alten- und Pflegeheim, "Lina-Oberbäumer-Haus".
Müttergenesungshaus „Haus Isenburg“ in Kierspe wird Tagungsstätte.
Frauenheim Wengern wandelt sich zur Einrichtung für Menschen mit Behinderungen.
Beginn der Arbeit mit psychisch kranken Menschen:
Umwandlung von "Haus Wegwende" in Werdohl zu einem Übergangsheim für Menschen mit psychischen Erkrankungen.

1981 "Frauen lesen die Bibel mit ihren Augen" als einer von 4 Schwerpunkten während der Feier zum 75jährigen Bestehen der Evangelischen Frauenhilfe in Westfalen mit 9.000 Gästen in der Westfalenhalle Dortmund. Einstieg in die Feministischen Theologien.

1979 Beginn der Durchführung von Weltgebetstags-Tagungen auf Landesverbandsebene.

1977 Umwandlung des Mutterhauses der Schwesternschaft in Tagungs- und Begegnungsstätte der Evangelischen Frauenhilfe.

1968 Beauftragung einer Theologin des Landesverbandes mit der Landfrauenarbeit.

1965 Eröffnung Mütterkurheim "Haus Hermann-Schnell-Metz" in Burbach.

1963 Eröffnung Mütterkurheim "Haus Wegwende" in Werdohl.
Insgesamt 10 Müttererholungsheime in Betrieb.

1961 Umwandlung des Krankenhauses der Frauenhilfe in Soest in eine Familienpflegeschule.

1959 Beginn der einjährigen Ausbildung von Familienpflegerinnen in Gohfeld, später in Soest.

1956 Insgesamt 8 Müttererholungsheime in Betrieb.
Beginn der Landfrauenarbeit.

1954 Eröffnung des Müttergenesungsheimes "Haus Isenburg" bei Kierspe.

1951 Einweihung des Feierabendhauses der Schwesternschaft in Soest.

1948 Erste Weltgebetstags-Gottesdienste unter Beteiligung von Frauenhilfe-Gruppen.

1947 Beginn der Mütterhilfe, später „Sozialer Dienst Mütterhilfe“

1946 Umwandlung der Haushaltungsschule Soest in ein Infektionskrankenhaus.

1945 Wiederaufnahme der diakonischen Arbeit der Westfälischen Frauenhilfe.

1934 bis 1945
Übernahme von Arbeitsfeldern durch das NS-Frauenwerk.
Einschränkung von Vereinstätigkeiten.
Während des 2. Weltkrieges Schließung von Häusern bzw. Nutzung als Lazarett in Soest, Siegen, Laggenbeck und Bad Driburg.

1936 / 1937
Die Repressionen für die Frauenhilfen vor Ort nehmen immer mehr zu. Gestapo und Sicherheitsdienst der SS versuchen im Zeichen der „Entkonfessionalisierung“ der deutschen Gesellschaft, die Frauenhilfe aus dem öffentlichen Leben weitgehend zu verdrängen. Verbote von Frauenhilfeveranstaltungen werden durchgeführt, jedoch nicht flächendeckend. Verhandlungen der örtlichen Frauenhilfeleitungen mit der Polizei führen mancherorts zur Aufweichung der Verbotspraxis. Zudem versuchen Frauenhilfegruppen die Verbote zu unterlaufen.

bis 15. März 1935
Ultimatum an die Frauenhilfegruppen, die Soester Erklärung anzuerkennen. Die Westfälische Frauenhilfe beschließt, dass Frauenhilfegruppen, die bis zum 15. März 1935 der Soester Erklärung nicht zugestimmt haben, aus der Frauenhilfe ausgeschlossen werden. Nach Ablauf des Ultimatums wechseln ca. 10 % bis 15 % der Frauenhilfen in den Westfälischen Frauendienst, geleitet von Eleonor Liebe-Harkorts.

26. Oktober 1934
Der erweiterte Vorstand der Westfälischen Frauenhilfe kommt in Soest zusammen.
Die Soester Erklärung wird mit überwältigender Mehrheit verabschiedet.

24. Oktober 1934
Der engere Vorstand der Westfälischen Frauenhilfe kommt in Dortmund zusammen, um über die aktuellen kirchenpolitischen Ereignisse und die in Hamm gefassten Beschlüsse zu beraten. Es entsteht die „Soester Erklärung“.

18. Oktober 1934
Die angegriffene Liebe-Harkorts versammelt in Hamm 220 Leiterinnen und Leiter von Frauenhilfegruppen, um über den kirchenpolitischen Kurs der Frauenhilfe abzustimmen. Die Anwesenden verlangen Neutralität.

23. September 1934
Eine Gruppe weiblicher Vorsitzender aus den Reihen der Westfälischen Frauenhilfe protestiert gegen die einseitige kirchenpolitische Haltung Eleonor Liebe-Harkorts, Anhängerin der deutschen Christen und Führerin des Evangelischen Frauenwerks in Westfalen, und entzieht ihr das Vertrauen.

03. August 1934
Massive Kritik an der Soester Entschließung aus deutsch-christlichen Kreisen, der Führung der Reichsfrauenhilfe in Potsdam sowie radikalen Kreisen der Bekennenden Kirche aus Minden-Ravensberg setzt den engeren Vorstand unter Druck. Er hält zwar weiterhin an der Maßgabe einer engeren inneren Verbundenheit mit der Bekennenden Kirche fest, will aber mit allen kirchenpolitischen Gruppen gleichermaßen zusammenarbeiten.

29. Juni 1934
Der erweiterte Vorstand der Westfälischen Frauenhilfe beschließt in der „Soester Entschließung“ eine enge Verbundenheit mit der Bekennenden Kirche einzugehen.

1929 Eröffnung Mutterkurheim Bad Driburg.

1927 Einweihung des Schwesternheimes in Soest (heute Tagungsstätte des Landesverbandes).
Erwerb der landwirtschaftlichen Haushaltsschule in Gohfeld.
Einweihung der Evangelischen Wohlfahrtsschule in Bielefeld, die später nach Gelsenkirchen und Bochum übersiedelte.

1918 Eröffnung des 1. Erholungsheimes:
Der Stadtverband Gelsenkirchen erwirbt einen Hof in Windrath für ein eigenes Kindererholungsheim.

1917 Eröffnung der 1. diakonischen Einrichtung: Frauenheim in Wengern, für „gefährdete und verwahrloste“ Mädchen und Frauen, später mit eigener Entbindungs- und Kinderstation.
Das Handlungsfeld Prostitution wird sichtbar.

1911 Umzug von Münster nach Soest. Einweihung des neu erbauten Hauses der "Westfälischen Frauenhülfe" in Soest. Nutzung als Verwaltung des Landesverbandes und Pfarrhaus, ab 1912  die 1. Haushaltsschule der Frauenhilfe (heute: Fachseminar für Altenpflege).

1907 1. Angebot in Bereich Pflegeausbildung: Einrichtung 10-wöchiger Kurse "Zur Ausbildung freiwilliger Helferinnen in der Krankenpflege auf dem Lande".
Gründung des Diakonissen-Hülfsvereins für Privatpflege in Münster, aus dem später die Schwesternschaft der Evangelischen Frauenhilfe in Westfalen hervorgeht.

1906 Gründung des Provinzialverbandes der Westfälischen Frauenhülfe in Witten/Ruhr, in dem sich 75 von 91 schon bestehenden westfälischen Frauenvereinen zusammenschließen.