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Sozialberatung für weibliche Abschiebehäftlinge in der Unterbringungseinrichtung für Ausreisepflichtige in Büren (ehemals Justizvollzugsanstalt Büren) durch die spezialisierte Frauenberatungsstelle für Opfer von Menschenhandel, Nadeschda in Herford

Von November 2011 bis Januar 2016 waren - mit einer Unterbrechung - die weiblichen Abschiebegefangenen in Nordrhein-Westfalen in der Unterbringungseinrichtung für Ausreisepflichtige in Büren (ehemals Justizvollzugsanstalt Büren) untergebracht. Von Beginn an bot die Beratungsstelle Nadeschda in der Frauenabteilung der Unterbringungseinrichtung in Büren spezialisierte Beratung für Opfer von Menschenhandel als festen Bestandteil der psychosozialen Arbeit an.

Es ist bedauerlich, dass trotz Erlasslage des Innenministeriums NRW von 1994 immer wieder Opfer von Menschenhandel unter den Gefangenen identifiziert wurden. Der Erlass sieht vor, dass den betroffenen Frauen die Möglichkeit einer freiwilligen Ausreise eingeräumt wird und sie die Betreuung durch eine spezialisierte Beratungsstelle in Anspruch nehmen können. Aus diesem Grund finanzierte das Innenministerium die Arbeit der Beratungsstelle NADESCHDA in der Unterbringungseinrichtung in Büren.

Das große Netzwerk, das die Beratungsstelle NADESCHDA in die Arbeit einbringen konnte, war in der Unterbringungseinrichtung sehr hilfreich. Einige der entlassenen Frauen wurden im Anschluss von Nadeschda weiter betreut, andere wurden in andere Städte und somit an Kolleginnen anderer Beratungsstellen weitervermittelt.

Als Opfer von Menschenhandel wurden im Wesentlichen Frauen aus Westafrika (insbesondere Nigeria), China, Albanien und Russland identifiziert.
Etwa ein Viertel der weiblichen Abschiebegefangenen wurden im Jahr 2013 unter Mitwirkung der Beratungsstelle Nadeschda aus der Haft entlassen.

 

Nadeschda
Frauenberatungsstelle für Opfer von Menschenhandel
Bielefelder Straße 25
32051 Herford
Tel.: 05221 840200
Fax: 05221 840201
e-Mail: info@nadeschda-owl.de
Internet: www.nadeschda-owl.de