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Projekt ISOM „Identifizierung und Schutz von Opfern von Menschenhandel und sexueller Ausbeutung im Aufnahmeverfahren in Nordrhein-Westfalen“ von April 2014 bis März 2015

In Nordrhein-Westfalen bestanden bei Projektstart zwei zentrale Aufnahmeeinrichtungen für Flüchtlinge in Dortmund und in Bielefeld und zwei Landesunterkünfte in Hemer und Schöppingen. Bevor die Flüchtlinge dauerhaft einzelnen Kommunen zugewiesen wurden, lebten sie anschließend an ihren Aufenthalt in Dortmund bzw. Bielefeld in den Landesunterkünften.
Durch die steigenden Flüchtlingszahlen sind während der Projektlaufzeit eine Reihe von Notunterkünften in ganz NRW errichtet worden. Deshalb musste während der Projektlaufzeit das ursprüngliche Konzept den Gegebenheiten angepasst werden.

Im Folgenden ist die Projektkonzeption dokumentiert:
„In den letzten Jahren ist deutlich geworden, dass unter den Flüchtlingen eine steigende Zahl von Opfern von Menschenhandel identifiziert wurde. Allerdings werden sie nur selten in Kontakt mit den spezialisierten Beratungsstellen für Opfer von Menschenhandel gebracht, weil es keine systematische Vernetzung zwischen den Bereichen Asyl/Flucht und Bekämpfung des Menschenhandels gibt.

Um diesem Problem zu begegnen soll im Rahmen des vom Europäischen Flüchtlingsfonds geförderten Projektes ISOM von April 2014 bis März 2015 eine Struktur aufgebaut und erprobt werden, die unter den Flüchtlingen und Asylbewerbenden Opfer von Menschenhandel identifiziert und in die Betreuung durch spezialisierte Beratungsstellen für Opfer von Menschenhandel überführt.

Die drei spezialisierten Beratungsstellen für Opfer von Menschenhandel, Nadeschda in Herford, Dortmunder Mitternachtsmission und in der Zuwanderungsberatung der Diakonie Mark-Ruhr in Hagen sind Projektpartnerinnen im Projekt ISOM. Sie bieten innerhalb des Projektes Schulungen zum Thema Menschenhandel und Sprechzeiten in den Erstaufnahmen und Unterbringungseinrichtungen an.
Schon in den ersten Wochen der Projektlaufzeit haben sie über zwanzig Klientinnen, die Opfer von Menschenhandel sind, in die Betreuung durch die beteiligten Beratungsstellen aufgenommen.“

Ein Folgeantrag aus dem AMIF-Fonds ist aufgrund von mangelnden Finanzmitteln nicht bewilligt worden. Für das Förderjahr 2015 wurden keine Projekte für besonders schutzbedürftige Flüchtlinge zum Antrag zugelassen.

 

Nadeschda
Frauenberatungsstelle für Opfer von Menschenhandel
Bielefelder Straße 25
32051 Herford
Tel.: 05221 840200
Fax: 05221 840201
e-Mail: info@nadeschda-owl.de
Internet: www.nadeschda-owl.de