In der Frauenverbandsarbeit hat das Thema „wirtschaftliche Gerechtigkeit“ Tradition, lange bevor der Begriff „Globalisierung“ ein Schlagwort war.

Die Organisation von Weltgebetstagen, die Beschäftigung mit wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen in Weltgebetstag-Ländern, die Ökumenische Zusammenarbeit zu den Themen Frieden, Gerechtigkeit, Bewahrung der Schöpfung gehören u.a. zu unseren Initiativen.

Daraus entwickelte sich auch die Mitarbeit bei Kampagnen wie z.B. „Fairer Handel“, „Blumenkampagne“, „Keine Kinderarbeit in der Teppichindustrie" (Rugmark-Label).
Die Frauenhilfe ist bei diesen Kampagnen Mitglied und Multiplikatorin.
Seit 2003 bildet das Thema „Globalisierung“ einen Schwerpunkt innerhalb der Verbandsarbeit (u.a. interkulturelle Dialoge, Reisen).

Seit Februar 2007 hat die Evangelische Frauenhilfe ein Westfalen Anteilscheine im Wert von 10.000 Euro bei Oikocredit erworben. Oikocredit ist eine internationale Entwicklungsgenossenschaft mit Hauptsitz in den Niederlanden. Die 1975 durch christliche Kirchen gegründete Genossenschaft finanziert mit dem Kapital ihrer Anleger weltweit Projekte, die soziale Gerechtigkeit und eine nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung fördern.

Schwerpunktthema im Verband war 2009 das Thema "Armut und Reichtum".
In Fortführung des Jahresthemas und der Gottesdienstmaterialien zum Judika-Sonntag wurde in einer zweitägigen Konferenz im Mai 2009 die Fragestellung „Kein Auskommen mit dem Einkommen?“ gestellt.
Armut und Reichtum lasse sich nicht hinreichend über das Einkommen von Menschen in unserer Gesellschaft beschreiben - diese Feststellung trafen die über 45 Frauen aus Westfalen.
Die Frage: Wie also muss sich unsere Gesellschaft entwickeln, damit eine gerechte Teilhabe für alle Menschen möglich ist?, stand im Mittelpunkt der Vorträge und Diskussionen.

Professor Ernst-Ulrich Huster von der Evangelischen Fachhochschule Rheinland-Westfalen-Lippe in Bochum beleuchtete die Entwicklungen der letzten Jahre und versuchte, die Perspektiven von Armut und Reichtum für die Zukunft darzustellen.

Der Vortrag kann als pdf-Datei hier abgerufen werden.