„Wir geben die Hoffnung nicht auf“ –
5 Jahre TAMAR SÜDWESTFALEN gefeiert

(Dezember 2019)

„Wir geben die Hoffnung nicht auf“ – 5 Jahre TAMAR SÜDWESTFALEN gefeiert (Dezember 2019)

Sabine Reeh, Jolanta Schmidt, Katharina Steinbeck und Tanja Mesic klingelten auch in diesem Jahr an vielen Türen in Südwestfalen, steckten vielen Frauen ihre Flyer zu, auf denen in zwölf Sprachen zusammengefasst ist, was sie tun: sich um Prostituierte kümmern. Fast 2.600 Frauen erreichten sie seit Eröffnung der Beratungsstelle vor fünf Jahren, fast 100 Frauen jährlich betreuen und unterstützen die Beraterinnen von TAMAR intensiv.

Doch die Finanzierung für die Anlaufstelle steht auf wackligen Beinen. Nach zwei Jahren läuft im April 2020 die Förderung des Europäischen Sozialfonds und des Landes NRW aus. „Aber: Wir geben die Hoffnung nicht auf und feiern trotzdem das fünfjährige Bestehen der Beratungsstelle TAMAR Südwestfalen“, heißt es in der Einladung zur Jubiläumsfeier der Beratungsstelle TAMAR Südwestfalen. Seit 1. Oktober 2014 gibt es die Prostituierten- und Ausstiegsberatungsstelle TAMAR in Südwestfalen und dies wurde nun mit vielen Wegbegleiterinnen und Wegbegleitern Mitte Dezember in Soest gefeiert.

Nach einer Andacht von Pfarrerin Angelika Weigt-Blätgen, Geschäftsführerin der Evangelischen Frauenhilfe in Westfalen e.V., schloss sich der Festvortrag von Astrid Platzmann-Scholten vom Gesundheitsamt Recklinghausen an. In den diversen Grußworten von Landespolitikerinnen und –politikern von Bündnis 90/Die Grünen, CDU und SPD sowie von kirchlichen und zivilgesellschaftlichen Frauenbündnissen zeigte sich deutlich ein Tenor: diese Arbeit ist wichtig und die Finanzierung muss endlich stabil auf eine öffentliche Finanzierung gestellt werden.

Erika Denker vom Vorstand der Evangelischen Frauenhilfe in Westfalen e.V. machte diese Forderung ebenso stark wie Pfr.in i.R. Susanne Kahl-Passoth, Vorsitzende der Evangelischen Frauen in Deutschland und stellvertretende Vorsitzende des Deutschen Frauenrat, in ihrem schriftlichen Grußwort.

Glückwünsche zu den fünf Jahren überbrachten Johanna Thie (Diakonie Deutschland, Arbeitsfeld Hilfen für Frauen, Berlin), die frauenpolitischen Sprecherinnen ihrer Parteifraktionen Anja Butschkau (MdL, SPD), Josefine Paul (MdL, die Grünen/Bündnis 90) sowie der heimische Landtagsabgeordnete Heinrich Frieling (CDU), der auch für seinen Kollegen aus dem Kreis Siegen-Wittgenstein, Jens Kamieth, sprach.

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