Menschenfreundliche Lösungen statt Abschottung und Ausgrenzung gefordert

(Mai 2019)

Menschenfreundliche Lösungen statt Abschottung und Ausgrenzung gefordert (Mai 2019)

Noch immer fehle eine vernünftige europäische und deutsche Flüchtlingspolitik. Dies fordert nun die Evangelische Frauenhilfe in Westfalen e.V. in einem Schreiben an die Bundeskanzlerin Angelika Merkel. Menschenrechtsfreundliche Lösungen seien immer noch nicht in Sicht, obwohl Anfang April mehr als 250 zivilgesellschaftliche Organisationen diese Forderung in einem Offenen Brief an die Bundeskanzlerin gerichtet haben. Aus diesem Grund haben die Delegierten der Mitgliedsverbände des Frauenverbandes Anfang Mai beschlossen, den Forderungen Nachdruck zu verleihen.

Angesichts des Sterbens auf dem Mittelmeer und der katastrophalen Lage in Libyen wird eine Neuausrichtung der europäischen Politik gefordert. Im Schreiben heißt es: »Wir sind erschüttert angesichts der gegenwärtigen europäischen Politik, die immer stärker auf Abschottung und Abschreckung setzt – und dabei tausendfaches Sterben billigend in Kauf nimmt.«

Konkret werden drei Maßnahmen gefordert: einen Notfallplan für Bootsflüchtlinge, das Ermöglichen von „sicheren Häfen“ sowie dass niemand nach Libyen zurückgeführt wird.

Zu den zivilgesellschaftlichen Organisationen, die den offenen Brief mit drei konkreten Forderungen an die Bundeskanzlerin, unterzeichnet hatten gehörten Flüchtlings-und Menschenrechtsorganisationen, Wohlfahrtsverbände, Kirchen, humanitäre Hilfsorganisationen, Seenotrettungsorganisationen, Kommunen, Gewerkschaften, zivilgesellschaftliche Bewegungen und lokale Bündnisse aus ganz Deutschland.

Weitere Informationen

Den Offenen Brief aus dem April finden Sie hier.

 

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