Nähaktion zieht Kreise

(April 2020)

Nähaktion zieht Kreise (April 2020)

Die aktuelle Situation während der COVID-19 Pandemie verursacht einen erhöhten Bedarf an hygienischen Maßnahmen. Viele Einrichtungen im Sozialwesen und im Gesundheitsbereich sowie Privatpersonen haben keine entsprechenden Mund-Nasen-Behelfsmasken. Sie möchten sich trotzdem soweit wie möglich schützen. Als Behelfsmasken dienen Stoffmasken, die die Übertragungswege von einer Corona-Infektion reduzieren können. Um diesem Bedarf gerecht zu werden, sucht die Evangelische Frauenhilfe in Westfalen seit etwa Mitte März Näher*innen in den Frauenhilfegruppen und -verbänden, die diese Masken herstellen können. Bei Bedarf erhalten Näher*innen das notwendige Material und Nähanleitungen.

Bis Ostern sind vom Landesverband fast 2.000 sogenannte Community-Masken von mehr als 20 Näher*innen an mehr als 12 Einrichtungen und an viele Einzelpersonen in Herford, Soest, Warburg, Werdohl und Wetter verteilt worden.
Der Bezirksverband der Siegerländer Frauenhilfen e.V. initiierte zeitgleich das Projekt Nähaktion Stoffmasken „Wir bleiben zuhause und engagieren uns trotzdem“. Er vermittelt in der Region Siegen-Wittgenstein direkt und formlos Stoffmasken an Einrichtungen und Privatpersonen, die mit Risikogruppen im Kontakt sind oder Einzelpersonen, die selbst zu Risikogruppen gehören. Bei Bedarf erhalten Näher*innen das notwendige Material, Nähanleitungen und Nähmaschinen. Bis Anfang April sind mehr als 1.000 Stück geliefert oder abgeholt worden. Fast 50 Näher*innen haben sich daran beteiligt. Insgesamt steigt das Engagement weiter an wie auch die Bedarfe an Behelfsmasken.

Das Tragen von Community-Masken ersetzt keine medizinische Schutzmaske und schützt auch nicht davor, sich selbst anzustecken. Die waschbaren Stoffmasken dienen zumindest der Reduzierung von Tröpfchen, die beim Sprechen, Husten oder Niesen entstehen und ein Übertragungsweg des Corona-Virus sind. Gerade bei einer Begegnung mit Menschen, die einer Risikogruppe angehören, kann das Tragen der Behelfsmaske daher eine Hilfe sein. Nach jedem Tragen sollte der Stoff heiß (bei mindestens 60 Grad) gewaschen oder in einem Kochtopf mit Wasser und Waschmittel für ca. 5 Minuten gekocht werden.

Weitere Informationen

Weitere Informationen zum Siegerländer-Projekt finden Sie hier und zum Landesverband-Projekt hier.

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