(Juni 2026)
Die gesellschaftlichen Debatten werden schärfer, die Räume enger, die Töne rauer – diese Diagnose prägte das 13. bundesweite Netzwerktreffen der Frauen in Führung in Kirche und Diakonie (FiF) Mitte Juni in Leipzig. Zwei Tage lang beschäftigten sich die Führungsfrauen mit der Frage, wie sie in Kirche und Diakonie in Zeiten zunehmender Polarisierung handlungsfähig bleiben und Zukunft gestalten können. Auch die Evangelische Frauenhilfe in Westfalen war durch Pfarrerin Birgit Reiche, Geschäftsführerin der EFHiW, erneut vertreten.
Gleich zu Beginn bot der Impuls von Dr. Rusanna Gaber vom SINUS‑Institut einen tiefen Einblick in populistische Dynamiken und gesellschaftliche Milieus. Mit großer Aufmerksamkeit verfolgten die Teilnehmerinnen anschließend die Lebenserfahrungen der Bürgerrechtlerin und Politikerin Gisela Kallenbach, die eindrucksvoll schilderte, wie sie gesellschaftliche Umbrüche nicht nur erlebt, sondern aktiv mitgestaltet hat. Der Abend klang beim traditionellen FrauenMahl aus, das erneut Raum für inspirierende Tischreden, persönliche Begegnungen und stärkende Gespräche bot. Der zweite Tag stand ganz im Zeichen der Zukunft: Im Open Space „FiF 2030“ entwickelten die Teilnehmerinnen Ideen zur Weiterentwicklung des Netzwerks.
Für Birgit Reiche bot dieses 13. Netzwerktreffen wertvolle Impulse, wie Frauenförderung in Kirche und Diakonie mit den heutigen Rahmenbedingungen weiter professionalisiert und strategisch verankert werden kann.