Birgit Reiche 22.03.2017

Heute Morgen waren wir noch trocken. Und auch der Himmel zeigte sich von seiner freundlichen Seite. Viele nutzten die Zeit vor dem Frühstück, um Aufnahmen vom Sonnenaufgang über dem Surinam-Fluss zu machen.

Nach dem Frühstück teilte sich die Gruppe in die Klugen und die Mutigen. Die Klugen erfuhren in einem Workshop mit einer Frau aus dem Dorf Dan, wie man Gefäße aus den Kalabassen herstellt, die Mutigen verließen die Insel mit dem Boot, um auf einer anschließenden Wanderung einen Eindruck von Flora und Fauna des Amazonas-Regenwaldes zu bekommen.

Zum Mittagessen trafen wir uns um kurz vor 12:00 Uhr wieder in der Lodge, das Gepäck war gepackt, die Zeit in Danpaati war schnell vergangen. Gegen 13:00 Uhr brachte das Boot neue Gäste und wir verließen die Insel. Pünktlich zu unserer Abfahrt fing es wieder leise an zu regnen. Zunächst verlief unsere Bootsfahrt aber von oben weitgehend trocken, die Gischt erfrischte uns eher als dass sie uns nässte. Nach ca. einer Stunde, die im Gegensatz zur Hinfahrt rasend schnell verging, machten wir einen Zwischenstopp in Niew Aurora, um im Laden der Frauengruppe Maripafulla Kunsthandwerk zu kaufen. Beim Landgang erwischte uns ein heftiger Regenschauer. Auch im weiteren Verlauf fiel noch der eine oder andere Regentropfen.

Als wir in Atjoni ankamen, schien aber die Sonne und es war ohne den Fahrtwind der Boote sehr warm. Schnell war das Gepäck in den beiden Bussen verstaut und der Rückweg nach Paramaribo konnte fortgesetzt werden. Gegen 19:30 Uhr erreichten wir das uns inzwischen gut bekannte Hotel Krasnapolsky.

 

Antje Lütkemeier 21.03.2017

Eine Dschungel-Nacht mit diversen unbekannten Geräuschen (der Sägefrosch ist zwar sehr klein, macht seinem Namen akustisch alle Ehre – hier hörten wir aber Zikaden) ist schon eine spannende Sache. Aber alle Frauen haben gut geschlafen und wurden um 7 Uhr morgens mit Tee oder Kaffee quasi am Bett (zugegeben, vor der Hüttentür) geweckt.

Nach einer erfrischenden Dusche und einem wunderbaren Frühstück trafen 5 Frauen der Fraueninitiative Maripafulla ein. Sie erzählten von der Aufgabe der Frauen im Dorf, nämlich die Kinder versorgen, Hauarbeit und Felder bestellen. Und sie berichteten von ihrer vor fünf Jahren gegründeten Organisation, die in sieben Dörfern existiert und sich um Anfertigung und Vermarktung von typischem Kunsthandwerk und Dorfentwicklung kümmert. Außerdem haben sie es geschafft, Sonnenkollektoren auf einige Häuser des Dorfes zu bringen, um Strom zu haben auch wenn der einzige Generator der Ansiedlung ausfällt. Auch die Frauen hatten einige Fragen an unsere Gruppe und staunten vor allem über die enorme Anzahl von deutschen Bürgern. Direkt weiter ging es mit der Managerin von häuslicher Altenhilfe in den Dörfern der Umgebung. Sie koordiniert ca. 50 Dorfhelferinnen, die sich um die Versorgung der hilfebedürftigen Bewohnerinnen und Bewohner kümmern. Für diese Arbeit erhalten die Frauen umgerechnet 50€ im Monat.

Nach einem leckeren Mittagessen (höchst erstaunlicherweise wieder mal Huhn!) wurde der Rundgang über die Insel fortgesetzt, der gestern wegen Regens abgebrochen werden musste.

Nachmittags dann brachen wir mit den Kanus zum gegenüberliegenden Dorf Dan auf. Natürlich im Regen, wir befinden uns ja momentan nur in der kleinen Trockenzeit. Die scheint momentan sehr klein auszufallen. Bei einem kleinen Rundgang durch  zeigt uns Serr unser Führer sein Dorf und erklärte viel vom täglichen Leben und den Bräuchen und Ritualen. Im Dorf folgen die Menschen der traditionellen  Religion der Maroon, die viel mit der Verehrung von Naturgottheiten und Ahnen zu tun hat. Die Gruppe bestaunte die Häuser von Frauen und Männern (auch Ehepaare leben hier getrennt) und machte reichlichen Gebrauch von der Einkaufsmöglichkeit am Fussballplatz (traditionelle Tücher und Kalebassen-Schalen).

Bei der Rückkehr wartete schon am Bootsanleger ein kleiner Snack aus gebratener Banane mit pikanter Erdnuss-Sauce auf die Frauen. Nach dem Abendessen soll ein kultureller Abend mit Musik und Tänzen stattfinden – alle sind gespannt.

 

Birgit Reiche 20.03.2017

Heute Morgen waren wir noch trocken. Um 6:45 Uhr erließen wir unser Hotel in Paramaribo und machten uns auf den Weg ins Binnenland. Drei Stunden dauerte die Busfahrt bis Atjoni, wo die Straße endet. Wir kamen vorbei an Bauxit-Abbaugebieten, der geschlossenen Bauxit-Fabrik, Gold-Minen und Dörfern der indigenen Bevölkerung und der Maroons – den Nachfahren der Sklaven, die  in die Freiheit geflüchtet waren und die die afrikanische Kultur in den Dörfern im Urwald fortgeführt haben.

Lange führte unsere Straße entlang der Hochspannungsleitung, die vom Staudamm des Blommensteinsees bis zur Bauxit-Fabrik führt. Die Masten sind nummeriert und die Postadressen der Menschen in den Dörfern entlang der Trasse sind die Nummern dieser Masten. Schon unterwegs gab es den ein oder anderen Regenschauer.

In Atjoni stiegen wir vom Bus in zwei „Dug Out – Kanus“ um, offene Booten, die mit staken Außenbordmotoren versehen sind. Kaum waren wir einige Meter gefahren, fing es an zu regnen – die Besichtigung des Lebens am Flussufer, die unser Reiseprogramm vorgesehen hatte, fiel buchstäblich ins Wasser. Die Menschen am Flussufer hatten sich nämlich ins Trockene geflüchtet. Unsere Regenkleidung unterschiedlicher Marken wurde einem Härtetest unterzogen und die meisten Jacken und Capes fielen durch! Unsere einzige Hoffnung: „Da hinten wird es heller!“ Wurde es aber nicht. Zwei Stunden können sehr lang werden, und nass!

Wir behielten aber unsere Fröhlichkeit und wurden an der Lodge von freundlichen Mitarbeitern aus den Booten gehievt, steifgefroren wie wir waren. Ein warmer Kaffee oder Tee, trockene Kleidung und ein leckeres Mittagessen brachten die Lebensgeister zurück. Unsere Hütten sind idyllisch am Fluss gelegen. Alles könnte so schön sein, wäre da nicht der Dauerregen! Auch die Erkundungstour über die kleine Insel brachen wir ab. Es wird wohl ein geruhsamer Abend. Und hinten wird es heller….

 

Birgit Reiche 19.03.2017

Der Tag begann entspannt, weil der Gottesdienst in der Grote Stadskerk der Herrnhuter erst um 9:00 Uhr begann und die Kirche direkt neben unserem Hotel liegt. Sie stammt aus dem Jahre 1778 und hat zwei große Brände im 19. Jahrhundert unbeschadet überstanden. Auf dem Weg zur Kirche erhielten wir noch eine kleine Einführung in die Geschichte der Herrnhuter in Surinam. Im Gottesdienst sangen wir auch ein Lied in Sranan Tongo, das der Pfarrer als deutsches Volkslied ankündigte. Wir staunten nicht schlecht, als wir beim Vorspiel hörten, dass es die Nationalhymne war. Hinterher hatten wir noch Gelegenheit, mit einzelnen Gemeindegliedern ins Gespräch zu kommen.

Nach dem Mittagessen in einem kleinen Hotel in einem neu aufgebauten Fachwerkhaus fuhren wir zur Synagoge Neve Shalom, die direkt neben der größten Moschee liegt. Die Vorsitzende der Gemeinde erzählte uns kenntnisreich über die Geschichte und Gegenwart der nur noch kleinen jüdischen Gemeinschaft in Surinam und zeigte uns die Synagoge und das kleine Museum, das sie eingerichtet hat.

Um 16:00 Uhr stiegen wir auf das Schiff, mit dem wir zur Flussmündung von Surinam- in den Commewejne-Fluss  fuhren. Dort sahen wir wirklich einige der kleinen hiesigen Delphine. Nach einem kurzen Spaziergang auf der ehemaligen Plantage Rust en Werk fuhren wir zurück nach Paramaribo. Auf dem Rückweg erlebten wir unseren ersten heftigen tropischen Regen.  Kurz nach 20:00 Uhr kamen wir wieder im Hotel an.

Nach dem Abendessen trennten sich unsere Wege schnell, weil die meisten noch packen wollten. Morgen geht es in den Urwald. Schon um 6:45 Uhr holt uns der Bus im Hotel ab. Wir wissen nicht genau, ob wir in Daanpati Internet-Zugang haben. Vielleicht gibt es den nächsten Eintrag erst am Donnerstag.   

 

Antje Lütkemeier 18.03.2017

Nach dem Frühstück besuchten wir zunächst die größte Reismühle des Landes. Ein junger Mann zeigte uns bei einem Rundgang durch die Fabrik akribisch alle Arbeitsschritte von der Pflanze bis zum fertigen Produkt in der Tüte. Angefüllt mit neuen Informationen und voll von Reisstaub verließen wir die Fabrik und machten uns auf die lange Fahrt zurück nach Paramaribo.

In der Umgebung von Totness war ein Stopp ein unbedingtes Muss: der Mangroven-Honig, von dem uns Frau Richter zwei Tage zuvor erzählt hatte und der eine Spezialität der Gegend ist, musste natürlich eingekauft werden.

Nächster Halt war dann im Dorf Groningen, wo uns der hiesige Reiseagent und seine Frau mit einem wunderbaren Picknick erwarteten. Dann ging es weiter, um Monique Pool zu treffen. Sie zeigte uns die neu entstehende Anlage ihrer Naturschutzstiftung  “Green Heritage Center”. Es entsteht eine Auffangeinrichtung zum Schutz des Dreifinger-Faultiers. Leider war das einzige Faultier, das hier vorhanden war, eine Abbildung des Tieres auf dem T-Shirt von Monique Pool. Zwei Faultiere, die schon an der Auffanganlage wohnen, hatten sich verkrümelt.

Nach einer kurzen Wegstrecke machten wir Halt bei einem Hindu-Tempel, um die Politikerin Marijke Indra Djwalapersad zu treffen. Frau Djwalapersad schaut auf eine beindruckende Karriere zurück, so leitete sie als erste Frau das Parlament. Dies ist besonders für eine Frau aus der indischstämmigen Ethnie sehr bemerkenswert, wie wir erfuhren. Aber mit ihrem Charme und ihrem Durchsetzungwillen, von beidem bekamen wir einen kleinen Eindruck, gelang ihr vieles.

Zurück in Paramaribo brachen wir nach einer kurzen Dusch- und Erfrischungspause zu unserem Abendessen in einem bekannten Restaurant auf. Auch morgen wartet ein Tag mit vielen Eindrücken und Begegnungen auf die Gruppe, wir sind gespannt.

 

Birgit Reiche 17.03.2017

Nach dem Frühstück holten uns Frau Mattay und ihre Schwester Betty im Hotel ab, um uns über den lokalen Markt zu führen, der direkt am Nickerie-Fluss liegt und nur einen Steinwurf von unserem Hotel entfernt ist. Dort verkaufen Bauern, Gärtner und Fischer aus der Region ihre Produkte und wir entdeckten sowohl bekannte als auch uns fremde Obst- und Gemüsesorten. Die angebotenen Fische waren noch nicht alle tot – lagen aber auf dem Trockenen, kein schöner Anblick. Viele Stände in der Markthalle für Kleidung und Haushaltswaren waren geschlossen: Aufgrund der schlechten wirtschaftlichen Situation lohnt sich der Handel derzeit nicht. Über schlechte Geschäfte konnte sich die Geschäftsfrau nicht beklagen, bei der unsere Gruppe fast den ganzen Bestand an Flaggen aufkaufte.

Nach einem kurzen Zwischenstopp im Hotel fuhren wir dann in den Gemeindesaal der katholischen Kirche, wo uns Vertreterinnen des hiesigen Weltgebetstages erwarteten. Sie brachten uns die Phrasen in Sranan Tongo bei, die in der Liturgie verwendet werden. Mit ihnen gemeinsam  aßen wir in einem Restaurant am Seedeich zu Mittag, mit Blick auf den Atlantik, der wie ein riesiger gepflügter Acker aussah und einer frischen Brise, die die Hitze im Schatten erträglich machte.

Am späten Nachmittag besuchten wir das älteste Altenheim in Surinam, das vor 40 Jahren von den Herrnhutern gegründet worden ist. Von Schwester Mildred, die auch zum Weltgebetstag gehört und verantwortlich für das Altenheim ist, erfuhren wir viel über die Lebenssituation alter Menschen in Surinam.

Inzwischen waren die Straßen rund um den Platz vor unserem Hotel für den Straßenverkehr gesperrt und standen für Sportaktivitäten zur Verfügung.

Morgen werden wir Niew Nickerie wieder verlassen und auf dem Rückweg nach Paramaribo viele Begegnungen haben.

 

Birgit Reiche 16.03.2017

Mit gepackten Koffern, die in Paramaribo blieben und Reisetaschen für die zwei nächsten Tage, die im zweiten Bus verpackt wurden, verließen wir heute früh unsere Hotelzimmer. Um 8:00 Uhr fuhren wir pünktlich los und sahen nach Verlassen der Hauptstadt vor allem Landschaft… In „fifty shades of green“ - wie unsere Reiseführerin Kirsten es beschrieb – präsentierte sich die Kultur- und Naturlandschaft. Wir fuhren in westliche Richtung durch die Distrikte Saramacca und Coronie, die an der Atlantikküste liegen. Große Flüsse durchfließen diese Marsch- und Sumpflandschaften, die durch Kanäle schon in kolonialer Zeit trockengelegt wurden.

Unseren ersten Stopp machten wir im Fischerdorf Boskamp, wo wir sehen konnten, wie der Fisch unter freiem Himmel getrocknet wird. Weiter ging es nach Totness, dem Haupt“dorf“ der Provinz Coronie, die insgesamt ca. 3.000 Einwohner hat. Die englischen Ortsnamen hatten sich die ersten Plantagenbesitzer dieser Region ausgedacht, die zu Beginn des 19. Jahrhunderts aus Schottland kamen. In Totness erwartete uns schon die Assistentin des Distriktpräsidenten, Frau Richter. Sie arbeitet in dieser Position seit 33 Jahren unter 20 verschiedenen Präsidenten und hat uns kenntnisreich in die Geschichte sowie soziale, wirtschaftliche und kulturelle Situation der Region eingeführt.

Unser Mittagessen bestand aus einem Lunchpaket, dass wir auf der Weiterfahrt im Bus verspeisten. Für ein echtes Picknick war es draußen schon zu warm.

Gegen 15:00 Uhr kamen wir in unserem Hotel an und hatten Gelegenheit zu einer späten Mittagspause.

Um fünf Uhr brachen wir auf  zum erneuerten Seedeich von Nickerie. Nach ein paar Schritten über den Deich entlang des Atlantischen Ozeans erreichten wir einen direkt hinter dem Deich gelegenen Hindu-Tempel. Die sehr freundliche Tempel-Wächterin erklärte uns alles, was im Tempel zu sehen war – z.B. die überaus farbenprächtigen Götterstatuen. Unsere kurze Abendandacht durften wir im Tempel halten. „Es gibt nur einen Gott“, so lautete die Zustimmung der Tempelwächterin. Zum Abschied bekam jede von uns noch ein Getränk und eine Banane. Niemand soll hungrig oder durstig einen Tempel verlassen.

Nach kurzer Busfahrt erreichten wir wieder unser Hotel. Morgen werden wir mehr über den überaus ruhigen und beschaulichen Ort erfahren und auch noch einmal mit Vertreterinnen des Weltgebetstagskomitees zusammentreffen.

 

Birgit Reiche 15.03.2017

Ab sechs Uhr konnten wir auf der Terrasse des Hotels in der dritten Etage frühstücken. Um acht Uhr saßen wir im Bus und fuhren zu unserer ersten Stadtbesichtigung mit Regierungsviertel und Waterkant am Surinam-Fluss. Die Holz-Architektur lässt die niederländische Kolonialzeit klar erkennen, 2002 wurde die Altstadt auf die Weltkulturerbe-Liste der UNESCO aufgenommen. Um 10:00 Uhr hatten wir das erste Meeting der Reise mit zwei Vertreterinnen der Stiftung The Back Lot, die das Film- und Kulturschaffen der Jugend von Surinam durch Filmfestspiele, Fernsehprogramme, Aus- und Weiterbildungsangebote und andere Projekte fördert. Sie haben interessante Einblicke in die Arbeit der Stiftung gegeben, aber auch die enormen Probleme geschildert, die sie aufgrund der wirtschaftlichen Situation haben. Direkt im Anschluss trafen wir die Vertreterinnen des WGT-Komitees, die über die Hintergründe und   das Entstehen der Ordnung für das nächste Jahr berichteten. Die Natur in Suriname ist beeindruckend; wir Menschen sind die Haushalterinnen Gottes, diese Umwelt zu schützen und zu bewahren. Auch hier wurde wieder die Gefahr durch die wirtschaftlichen Schwierigkeiten  benannt, aber auch die Gefährdung der Gesellschaft durch den rapiden  Werteverfall. Nach einem gemeinsamen Mittagessen, bei dem noch allerlei Fragen geklärt werden konnten, verabschiedeten wir uns zu den Klängen der extra für die Liturgie komponierten Lieder.

Nach einer kurzen Erfrischungspause im Hotel machten wir uns auf den Weg zur Basilika St.Peter und Paul, einer der größten Holzkirchen zumindest Südamerikas. Ein alter Herr führte uns mit viel Liebe und Herzblut durch „seine Kirche“ und erzählte von der Baugeschichte durch die Jahrhunderte, als sei er immer persönlich dabei gewesen. Danach teilte sich die Gruppe in die Klugen, die sich vor dem Abendessen noch etwas ausruhten und frisch machten – und die Mutigen, die die samtige Luft vor dem Sonnenuntergang bei einem kleinen Spaziergang durch die Stadt genossen.

Der erste Tag in Paramaribo, Suriname - voll von ersten Eindrücken und Begegnungen. Morgen verlassen wir die Hauptstadt zu einem zweitägigen Ausflug in die zweitgrößte Stadt des Landes. Wir sind gespannt!  

 

Birgit Reiche 15.03.2017

Wir waren lange unterwegs: von zu Hause zum Flughafen, dann mit dem Flugzeug nach Amsterdam, wo unsere Gruppe sich aus dem Norden, der Mitte und dem Süden Deutschlands gesammelt hat. 24 Frauen sind nun gemeinsam unterwegs nach Surinam.

Das riesige Flugzeug war nicht voll besetzt, so dass wir recht komfortabel die neun Stunden Flugzeit überstehen konnten. Pünktlich um 18:38 Uhr landeten wir auf dem internationalen Flughafen Johan August Pengel. Hier wurde uns ein besonderer Service zuteil: Wir durften in der Business Lounge bei Getränken und einem Snack warten, bis die Einreiseformalitäten für uns erledigt waren. Nach einer guten Stunde Fahrt erreichten wir unser Hotel in der Hauptstadt. Morgen werden wir Paramaribo erkunden.

 

Evangelische Frauenhilfe in Westfalen e.V. 03.02.2017

24 Frauen brechen am 14. März 2017 zu einer 15tägigen Begegnungs- und Bildungsreise auf, die die Evangelische Frauenhilfe in Westfalen e.V. organisiert hat.

"All God‘s Creation is Very Good", so lautet das Motto des Weltgebetstages, der 2018 aus Surinam zu uns kommen wird.

Surinam, die frühere Kolonie Niederländisch-Guyana ist das kleinste unabhängige Land in Südamerika. Amtssprache der weniger als 500.000 Einwohnerinnen und Einwohner ist Niederländisch. Aufgrund der kolonialen Vergangenheit ist Surinam ein multiethnischer und multireligiöser Staat, in dem die Menschen mit unterschiedlichen Kulturen friedlich zusammen leben.

Wie erleben „Surinaamse“ Frauen ihren Alltag? Welche Botschaft will das Weltgebetstagskomittee von Surinam in die Welt tragen? Wie gestalten Frauen die Kirchen und Gesellschaft in Surinam mit?
Diesen und anderen Fragen wollen wir während unserer Frauen-Bildungs- und -Begegnungsreise nach Surinam nachgehen. Wir besuchen die Hauptstadt Paramaribo, die zweitgrößte Stadt an der Küste und zwei Regionen des Urwaldes.

Die erfahrenen Reiseleiterinnen, Pfarrerin Birgit Reiche und Pfarrerin Antje Lütkemeier, berichten während der Reise über ihre Erfahrungen und Begegnungen.