Verbündete gesucht
„Ich bin zur Zeit alleine und fühle mich ziemlich mies. Ich wünsche mir jemand, der einfach mal vorbeikommt, um mit mir zu quatschen. Ich hatte schon bessere Zeiten. Im Moment ist es nicht so. Also, wenn du vielleicht Lust hast und dich angesprochen fühlst… ruf doch einfach mal an.“ - Die Hoffnung.
So oder so ähnlich könnte eine Kontaktanzeige in einer Zeitung lauten, aufgegeben von der Hoffnung. Ja – sie hat es nicht leicht. Rechtsruck in Europa, Kriege in Gaza und der Ukraine, um nur zwei der über 300 Konflikte und Krisen weltweit zu nennen. Der Abbau der Demokratie in Amerika, russische Drohnen über Europa. Die Liste ist lang. Wieder einmal scheint die Welt am Abgrund zu stehen und der Blick in die Zeitung weckt häufig den Eindruck: es ist hoffnungslos.
Umso wichtiger ist es, Hoffnungsgeschichten zu erzählen, denn die gibt es. Gegen den Trend wollen wir der Hoffnung wieder auf die Spur kommen.
Wir werden verschiedene Merkmale und Eigenschaften von Hoffnung aufspüren und uns einen geschichtlichen Überblick über ihre Bedeutung in verschiedenen Zeitepochen verschaffen. Denn es ist keineswegs so, dass der Begriff Hoffnung immer schon eine positive Bedeutung hatte.
Mit Erich Fromm und seinem immer noch zukunftsweisenden Werk „Prinzip Hoffnung“ werden wir uns unter philosophischen Gesichtspunkten mit dem Jahresthema befassen.
Auch die religiösen und spirituellen Aspekte der Hoffnung werden zum Leuchten gebracht. Denn sie ist Bestandteil jeglicher Religion und wird in zahlreichen Festen gefeiert und gestärkt.
Schließlich wird es auch darum gehen, wie Hoffnung und Erinnerung zusammengehören, wie der Rückblick auf Vergangenes Mut und Zuversicht geben kann, durch schwierige Zeiten in der Gegenwart zu kommen und Strategien zu entwickeln für eine lebenswerte Zukunft.
Impulsvorträge, Einzel- und Gruppen-Arbeit mit Austausch im Plenum sowie kreative Angebote regen an, sich mit der Hoffnung unter verschiedenen Gesichtspunkten auseinanderzusetzen.
Ziel ist es, die Teilnehmer*innen darin zu stärken, mit Hoffnungs-Geschichten zu einer zuversichtlichen Stimmung beitragen zu können: im persönlichen Umfeld, ebenso im gesellschaftlichen, politischen und religiösen Kontext. Denn gerade in diesen Bereichen ist es derzeit besonders wichtig, hoffnungsfroh zu bleiben und auf diese Weise einen sozialen, friedlichen und würdevollen Umgang miteinander zu stärken.
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